beachfront San Andres, Colombia

Darwin und der Kapitalismus

Die neuen Selek­tion­s­mech­a­nis­men des Mark­tes.

In Zeiten, in denen sich die ökonomis­chen Rah­menbe­din­gun­gen auf dem Markt sig­nifikant ändern, sind Alteure auf ihm gezwun­gen ihre Marktstrate­gien anzu­passen, damit sie effizient funk­tion­ieren und über­leben kön­nen.

Viele Unternehmen ste­hen in einem ständi­gen Wet­tkampf um Mark­tan­teile und Ressourcen. Sie agieren und reagieren wie lern­fähige Organ­is­men, wählen diejeni­gen Anpas­sungsstrate­gien, die Erfolg ver­sprechen. 

Dieser Prozess ist mit dem der natür­lichen Selek­tion­s­mech­a­nis­men ver­gle­ich­bar, denn die Erweiterung der Dar­win­schen The­o­rie im wirtschaftlichen Kon­text bedeutet ein Über­leben des Anpassungsfähigsten:

“It is not the strongest of the species that sur­vive or the most intel­li­gent, but the most respon­sive to change.“

Charles Darwin

Hätte Dar­win statt der Tier– und Pflanzen­welt, den Markt und seine Teilnehmer unter­sucht, wäre er ver­mut­lich zu ähn­lichen Erken­nt­nis­sen gekom­men: Die The­o­rien Dar­wins und die Gesetze des freien Marktes haben vieles gemein­sam: Das Ziel ist das Über­leben der eige­nen Spezies und das Her­ausar­beiten von speziellen Anpas­sungsstrate­gien. Hin­ter diesen indi­vidu­ellen Erfol­gsstrate­gien ste­hen oft ökonomis­che Merk­male wie das Inno­va­tionspo­ten­tial, die Kosten­führerschaft, Trans­parenz oder auch der exk­lu­sive Zugang zu (Human-) Ressourcen.

Die Selek­tion­s­mech­a­nis­men des Mark­tes prä­gen diese Evo­lu­tion der wirtschaftlichen Akteure, es gilt Verän­derun­gen in der U­mwelt und Anpas­sungsnotwendigkeiten zu erken­nen, zu disku­tieren und gedanklich weiter zu entwickeln.

Anpas­sungsnotwendigkeiten und –möglichkeiten beste­hen nach außen und nach innen. Neue Instru­mente der Erfol­gsmes­sung anhand von Key Performance Indikatoren erlan­gen in einer zunehmend ver­net­zten Welt an großer Bedeu­tung und stützen den langfristi­gen Erfolg von Organisationen.

Vor dem Hin­ter­grund des Dar­win­is­mus lassen sich Sinnbilder skizzieren, in denen einige Organisationen, auf­grund ihrer Größe und Schw­er­fäl­ligkeit, mit Dinosauri­ern ver­glichen wer­den, während andere, wie agile Insek­ten, sich schnell den Umweltbe­din­gun­gen anpassen und diese sogar mit gestal­ten können.

Aus den Analy­sen und Ver­gle­ichen mit der Natur kön­nen Man­age­mentstrate­gen die nach­haltige Sicherung von Inno­va­tions­fähigkeit und damit von Wet­tbe­werb­svorteilen her­aus arbeiten und zukun­fts­fähig am Markt platzieren.

Doch was, sollten wir aus der Natur lernen?

  • die Natur produziert keine Abfälle, alles wird wiederverwendet
  • es gibt natürliche Schwankungen, wie die Jahreszeiten.
  • Alles braucht Zeit zum wachsen, wie der Bambus, der 3 Jahre lang erstmal nur Wurzeln schlägt